Zahl des Monats  > 30 Jahre  Dezem­ber 2020 

Die Ver­ord­nung von Gene­ri­ka trägt seit mehr als 30 Jah­ren zur Dämp­fung der Arz­nei­mit­tel­aus­ga­ben bei.

2020 war das Jahr der Pan­de­mie und das Jahr, das die gesetz­li­chen und pri­va­ten Kran­ken­kas­sen schwer belas­tet hat. Da ist es gut, dass es Gene­ri­ka gibt, die die hohen Arz­nei­mit­tel­aus­ga­ben spür­bar dämp­fen — seit mehr als 30 Jahren!

  • Zwar gab es ers­te Gene­ri­ka (u.a. Par­acet­amol und Dia­ze­pam) schon 1975, damals aber war der Markt so regu­liert, dass sie nur lang­sam Markt­an­tei­le errin­gen konnten.
  • Noch im Jahr 1980 lag die durch­schnitt­li­che Anzahl gene­ri­scher Wett­be­wer­ber selbst zwei Jah­re nach dem Patent­ab­lauf bei gera­de­mal vier.
  • Der Sie­ges­zug der Gene­ri­ka star­te­te Ende der 80er Jah­re – und zwar mit der Erlaub­nis für Gene­ri­ka-Her­stel­ler, für die Pro­duk­ti­on von Nach­fol­ge­prä­pa­ra­ten auf die Unter­la­gen des Ori­gi­nal­her­stel­lers zurückzugreifen.

Seit­dem wer­den Jahr für Jahr mehr Gene­ri­ka ver­schrie­ben. Längst sind anfäng­li­che Vor­ur­tei­le – wonach die Qua­li­tät nied­ri­ger wäre als bei den Ori­gi­nal­pro­duk­ten – aus dem Weg geräumt. Pati­en­ten und Ärz­te wis­sen, dass für Gene­ri­ka die glei­chen Qua­li­täts­an­for­de­run­gen gel­ten, wie für die Erst­an­bie­ter­pro­duk­te und dass sie genau­so wirk­sam sind.

Nicht zuletzt hat die­ses Ver­trau­en dazu geführt, dass sich die Anzahl der Ver­ord­nun­gen von Gene­ri­ka in Bezug auf Tages­the­ra­pie­do­sen mas­siv aus­ge­wei­tet haben. War vor 30 Jah­ren gera­de­mal jedes fünf­te ver­ord­ne­te Prä­pa­rat ein Gene­ri­kum (21,9 Pro­zent), ist es nun­mehr fast umge­kehrt: 78,7 Pro­zent der Ver­ord­nun­gen im Jahr 2019 waren Gene­ri­ka, was bedeu­tet: Nur noch jedes fünf­te ver­ord­ne­te Prä­pa­rat ist ein Ori­gi­nal!    Und so sind es Gene­ri­ka, die die Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung für das deut­sche Gesund­heits­sys­tem bezahl­bar hal­ten. Sie machen es mög­lich, dass jeder Pati­ent in Deutsch­land genau die The­ra­pie erhält, die er braucht. Auch und ganz beson­ders in Zei­ten der welt­wei­ten Pandemie.

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